Grußwort des Präsidenten der AIEO

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,

 

in meiner Eigenschaft als Präsident der Association Internationale d’Études Occitanes (AIEO) heiße ich Sie auf dieser neuen Seite willkommen. Sie ist dem 9. Kongress unseres Verbandes gewidmet, der 2008 in Aachen stattfinden wird, und ich hoffe sehr, Sie nächstes Jahr persönlich in der Karlsstadt willkommen heißen zu können.

Für diejenigen, die mit der AIEO noch nicht vertraut sind, möchte ich kurz ihre Aktivitäten zusammenfassen. Die AIEO ist ein wissenschaftlicher Fachverband, dessen Ziel die interdisziplinäre Forschungsförderung im Bereich der Okzitanistik in allen Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften ist. Sie wurde 1981 in Lüttich gegründet und vereint, mit ihren weltweit etwa 450 Mitgliedern, sowohl Wissenschaftler der genannten Disziplinen als auch Forscher und Aktive aus deren nicht-akademischem Umfeld

Die AIEO hält alle drei Jahre große internationale Kongresse ab, deren 9. vom 24. bis 31. August 2008 in Aachen stattfinden wird.

Das Kongressthema umspannt « Bilanz » und « Perspektiven » aus über 25 Jahren okzitanistischer Forschung seit Bestehen der AIEO. Die Erforschung der okzitanischen Sprache und Literatur gehört zu jenen Forschungsschwerpunkten, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts maßgeblich an der Geburt der modernen Philologien und der Romanistik in Deutschland und Frankreich beteiligt waren, und auch heute noch erfreut sie sich großer Vitalität und Verbreitung. Seit ihrer Gründung ist die Beteiligung der AIEO und ihrer Mitglieder an diesem großen Forschungsprozess bemerkenswert und nachhaltig. Das gleiche gilt für ihren Beitrag zur Vertiefung des Interesses an der alten und neuen Kultur Okzitaniens. Darum ist nun der Zeitpunkt gekommen, Bilanz zu ziehen und auf der Basis des bereits Geleisteten die Perspektiven für die zukünftige Forschung zu erarbeiten.

Die Internationalität der Okzitanistik ist von jeher eines ihrer Wesensmerkmale; das haben bereits die früheren Kongresse gezeigt, und dieser Aspekt wird auch den kommenden Kongress in Aachen prägen, der im Herzen einer Region mit einer langen Geschichte stattfindet, die heute im Zentrum großer politischer Prozesse liegt, die ganz Europa betreffen. Inmitten der Euregio ist die Stadt Aachen eine glückliche Wahl für unseren Kongress. Als Karlsstadt ist Aachen als sich seit dem Ende der Antike und über die Anfänge der noch jungen modernen europäischen Geschichte hinaus beständig fortentwickelndes Zentrum der Macht und des Wissens das Symbol schlechthin für unsere Kultur und ihre zivilisatorischen Impulse.

In der Hoffnung, Sie zahlreich persönlich in Aachen begrüßen zu können, wünsche ich Ihnen eine fruchtbare Vorbereitungsphase und grüße Sie bis dahin herzlich.

 

Walter Meliga

Präsident de l’AIEO

 

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